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Fragen und Antworten zur transformationalen Führung

Januar 02, 2015
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1. Was ist der „Mehrwert“ von transformationaler Führung?

Seit der Publikation des Modells der Transformationalen Führung durch Bass und Avolio im Jahr 1994 wurden über 40 empirische Validierungsstudien durchgeführt. Die meisten haben die wichtigsten wissenschaftlichen Qualitätskriterien (Validität und Reliabilität) dieses Konzeptes und somit dessen praktischen Nutzen nachgewiesen. Das Praktizieren dieses Führungsverhaltens bewirkt eine deutlich größere Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit und verbessert dadurch auch die wirtschaftlichen Erfolge (Produktivität und Rentabilität).

 

2. Was ist transformationale Führung und warum wird sie selten praktiziert?

Abgesehen von dem wirtschaftlichen Nutzen, führt transformationales Führungsverhalten dazu, dass Mitarbeiter stolz sind, für und mit ihrer Führungskraft zu arbeiten. In der Konsequenz entsteht Intrinsische Motivation, die wiederum der Garant für persönliches Wohlbefinden ist. Alle Menschen wollen einen Beitrag zu etwas Größerem leisten und sich zu etwas zugehörig fühlen. Daher muss es den Führungskräften gelingen, loszulassen, zu vertrauen, zu inspirieren und sich in jeglicher Hinsicht als Rollenmodell zu verhalten.

Die heutige Führungsrealität ist stark transaktional geprägt, also Führung über Ziele, Vorgaben, Kontrolle und Vormachen. Es handelt sich bei der „Transformation“ um die Weiterentwicklung dieses Führungsansatzes und nicht um das Ersetzten dessen.

Eine von Profitmaximierung geprägte Erwartungshaltung der Eigentümer und deren Vertreter lassen kaum Spielraum sich von Aktionen und einer durch Aktionismus geprägten Führungskultur zu entfernen. Das größte Hindernis liegt meiner Erfahrung nach in der geringen Veränderungsbereitschaft von Menschen. Erst wenn der wirkliche Nutzen erkannt  und diszipliniert die gewünschte Veränderung eingefordert und begleitet wird, kann das transformationale Führungsverhalten den gewünschten Effekt bringen.

 

3. Wie kann man transformationale Führung erfolgreich in die Unternehmenskultur übernehmen?

Eine Unternehmenskultur ist das Ergebnis gelebten und wahrgenommenen Verhaltens. Es ist unumgänglich, dass die Führungsspitze beginnt, ihr Führungsverhalten zu transformieren. Erst wenn die ersten spürbaren Veränderungen in der Organisation angekommen sind (dies ist idealerweise über Mitarbeiterumfragen zu messen), macht es Sinn, ein Transformations - Programm auf die ganze Unternehmung auszuweiten. Meiner Erfahrung nach braucht es je nach Anzahl der Führungsebenen bis zu 3 Jahren, bis man von einer „Übernahme“ in die Unternehmenskultur sprechen kann.

Unterstützend wirkt dabei die zeitgleiche Einführung eines „Rotationsmodells“ für Führungskräfte. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, kontaktieren Sie mich bitte persönlich.

 

 

1 Kommentar

September 25, 2014

Alexander Rehm

Schön, dass das Thema gerade aktuell von dem Magazin managerSeminare aufgegriffen wurde. 94000 Mitarbeiter in 16 Ländern belegen die Aussage: Gute Führung hält gesund! Lesen Sie den Artikel dazu auf folgendem Link: http://www.managerseminare.de/ms_News/Folgen-von-Fuehrungsstilen-Gute-Fuehrung-haelt-gesund,233830

 

 

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